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FIRMENGESCHICHTE
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Firmengeschichte
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Am 15. Januar 1861 wurde die Firma Wiedemann von dem Lebzelter- und Wachsziehergehilfen Ludwig Wiedemann, der seine Gesellenprüfung am 7.5.1848 in Schongau ablegte, gegründet.
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Der Haupterwerb war die Lebzelterei, Kerzen- und Wachsstockherstellung.
1886 ging der Betrieb auf den Sohn Carl Wiedemann über, der viele Jahre lang bürgerlicher Magistratsrat der Stadt Deggendorf war.
1914 übernahm der Meister im Konditor-, Lebzelter- und Wachszieher-Handwerk Ludwig Wiedemann den Betrieb. Es wurden bereits ca. 30 t jährlich verarbeitet. Nach dem 1. Weltkrieg begann die Herstellung von Kunstwaben aus einheimischem Bienenwachs. Schon bald war die "Wiedemann-Kunstwabe" in Imkerkreisen Bayerns ein Qualitätsbegriff.
1922 erfolgte der Bau des 1. Fabrikgebäudes, um die Leistungsfähigkeit des Betriebes steigern zu können. Die Produktion stieg auf ca. 50 t jährlich.
1937 wurden die ersten Zug- und Fräsmaschinen in Betrieb genommen. Durch die Erweiterung des Absatzgebietes auf ganz Bayern konnte der Jahresumsatz auf ca. 90 t gesteigert werden. 30 Mitarbeiter fanden Beschäftigung.
1950 die ersten zwei - in der traditionsreichen Firma Gautsch, München ausgebildeten Wachsbildnerinnen. Das war die Geburtsstunde der Wachsbildnerei im Hause Wiedemann.
1951 zur Betreuung der Kunden den ersten Außendienstmitarbeiter - Herrn Heinz Recker - ein und erweiterte den Vertrieb auf ganz Süddeutschland.
Der Betriebsinhaber Karl Wiedemann, technisch besonders begabt und zielstrebig in der Verbesserung der Produktionsanlagen, sorgte mit seinem Praktiker-Stab für den reibungslosen Produktionsablauf und für die Weiter- entwicklung neuer Techniken und Muster. Sein Schwager und Mitinhaber Franz Zacher (+ 1974), gelernter Bankkaufmann, hatte die kaufmännische Leitung und die Vertriebsorganisation inne.
Die Kapazitätssteigerung ermöglichte es bald, neben dem Bedarf zur Befriedigung der eigenen Kunden, auch Kollegenbetriebe mit Halb-Fertigfabrikaten zu beliefern.
1955 wurde eine vergrößerte Kollektion und als Neuheit die "Blumenstrauß-Kerze" auf den Markt gebracht.
Eine Ausweitung des Vertriebsgebietes auf die ganze Bundesrepublik Deutschland. Für genügend Aufträge sorgten zu dieser Zeit 3 Außendienstmitarbeiter.
1956 mußte deshalb ein weiteres Gebäude für Büros und Produktion errichtet werden. Die Belegschaft stieg auf 80 Mitarbeiter an.
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1959 erbrachten weitere Entwicklungsarbeiten die "Eiskristallkerze"
(Deutsches Bundespatent Nr. 1115396).
Dieser "Markenartikel" des Hauses Wiedemann, in verschiedenen Variationen hergestellt, brachte wieder einen großen Aufschwung und öffnete zugleich die Tür zum europäischen Kerzen-Markt.
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1959 erbrachten weitere Entwicklungsarbeiten die "Eiskristallkerze"
(Deutsches Bundespatent Nr. 1115396).
Dieser "Markenartikel" des Hauses Wiedemann, in verschiedenen Variationen hergestellt, brachte wieder einen großen Aufschwung und öffnete zugleich die Tür zum europäischen Kerzen-Markt.
Für die Produktion des Eiskristalls wurden jährlich bis zu 400 t Stearin verarbeitet.
Die Beschäftigtenzahl stieg bis
1970 auf 180 Mitarbeiter an. Sechs Herren des Außendienstes reisten im ganzen Bundesgebiet.
Die Bezeichnung "Wachskunst aus dem Bayerischen Wald" galt schon bald als Begriff für hochwertige Erzeugnisse, die der Fachhandel auch heute noch besonders schätzt.
1975 zählte die Belegschaft insgesamt 200 Beschäftigte. In der Kerzenproduktion hielten moderne Maschinen, wie Pulverpressen, Tauchmaschinen sowie automatische Fräsmaschinen ihren Einzug.
Für Spitzkerzen, die in bester Qualität unter dem Begriff "Das romantische Licht" einen großen Abnehmerkreis fanden, wurde eine vollautomatische Gießmaschine eingesetzt.
Neue Hochleistungsmaschinen mit modernster Technik wurden installiert
und im Jahre 1983 mit Weiterverarbeitungsmaschinen komplettiert.
Die Präsentation des sehr umfangreichen Fertigungsprogramms erfolgt heute durch 10 Außendienstmitarbeiter im Bundesgebiet und auf nationalen und internationalen Messen.
Die Wachswarenfabrik Karl Wiedemann ist als besonders renommierter Ausbildungsbetrieb anerkannt. Bestätigt wird dies durch zwei Bundessieger und mehrere Landessieger in den Prüfungen als Wachsbildner. Den Niederschlag dieser erzielten Leistungen findet man in der künstlerisch-geschmackvollen Kollektion dieses Hauses.
Als Anerkennung für die jahrzehntelange Aufbauarbeit, für vielseitigen Einsatz in Handwerk und Industrie, sowie dem Erhalt sicherer Arbeitsplätze konnte der Firmenchef Karl Wiedemann für sich und stellvertretend für seine Familie und die vielen langjährigen Mitarbeiter im Juli
1985 das Bundesverdienstkreuz in Empfang nehmen.
Im 78. Lebensjahr verstarb plötzlich der Seniorchef Karl Wiedemann im Jahre 1994. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Karl Wiedemann jun. die Leitung der Firma. Seine große Leidenschaft war die Verbesserung der technischen Anlagen und die Verfeinerung der eingesetzten Roboter.
Im Oktober 2002 traf die Firma ein weiteres schweres Schicksal, unser Juniorchef starb im Alter von nur 43 Jahren.
Seine damals minderjährige Tochter Juliane wurde nun Alleinerbin des traditionellen Familienunternehmens. Hermann Klaar und Peter Trenner, beide schon Jahre im Management tätig, übernahmen nun – als Mitteilhaber der Firma- die Geschicke.
Aus gesundheitlichen Gründen mussten sich beide im Jahr 2007 kurz hintereinander aus Ihren Positionen der Geschäftsleitung zurückziehen.
Mit Herrn Marc Linke gewann die Firma Wiedemann einen Teamchef, der im Sinne von Karl Wiedemann sen. und Karl Wiedemann jr. das Unternehmen weiterhin auf Erfolgskurs halten und noch ausbauen wird.
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